Investitionen treiben Wasserpreis

Blasen im Wasser © Photo by Sime Basioli on Unsplash

Erhöhung tritt zum 1. November in Kraft

Die Trinkwasserpreise in der Stadt Osnabrück steigen zum 1. November. Mit der Anpassung reagieren die Stadtwerke Osnabrück auf die hohen Investitionen, mit denen die Trinkwasserinfrastruktur zukunftsfähig aufgestellt wird.

Die Kosten für die Trinkwasserversorgung setzen sich aus dem Kubikmeter-Trinkwasserpreis und dem Grundpreis zusammen. Künftig zahlen die Menschen in Osnabrück pro 1.000 Liter 2,38 Euro (brutto), nachdem der Kubikmeterpreis zuvor bei 2,08 Euro lag. Auch der Grundpreis steigt um etwa 25 Euro pro Jahr. Hinter der Erhöhung stecken sowohl steigende Kosten für den Betrieb und die Unterhaltung, als auch und vor allem für dringend notwendige Investitionen in die Trinkwasserinfrastruktur. 

„Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Damit wir auch künftig jederzeit sauberes und qualitativ hochwertiges Wasser liefern können, investieren wir kontinuierlich in unsere Netze, Anlagen und technischen Systeme. Die Preisanpassung ist erforderlich, um diese hohe Versorgungsqualität langfristig sicherzustellen“, sagt Tino Schmelzle, Geschäftsführer der SWO Netz.


Mehr als 120 Millionen für sichere Trinkwasserversorgung


Hintergrund: Mit ihrem „Nachhaltigkeitsprogramm Wasser“ investiert die Stadtwerke-Netztochter jetzt und in den kommenden Jahren mehr als 120 Millionen Euro in der Region. „Neben dem Glasfaserausbau ist PROWasser das größte Infrastrukturprogramm in der Geschichte der SWO. Aber die Investitionen sind auch dringend nötig“, so Schmelzle. 

„Dabei geht es nicht nur um den technischen Aspekt der Erneuerung, sondern auch darum, unsere Trinkwasserversorgung auch im Hinblick auf den Klimawandel resilient aufzustellen.“ 


Ein Beispiel ist der Neubau von größeren Hochbehältern in Lüstringen und am Schinkelberg, die in Trockenperioden hohe Tagesverbräuche besser puffern können. Ein anderes ist der Bau eines neuen Wasserwerks in Thiene samt 25 Kilometer langer Verbindungsleitung bis zum Piesberg. Alleine in diese beiden Projekte fließt ein hoher zweistelliger Millionenbetrag. „Uns ist bewusst, dass Preiserhöhungen nie erfreulich sind. Deshalb prüfen wir unsere Kosten sehr sorgfältig und nehmen Anpassungen nur dann vor, wenn sie unumgänglich sind. Unser Anspruch bleibt unverändert: Die Menschen in Osnabrück sollen sich jederzeit auf eine sichere und hochwertige Trinkwasserversorgung verlassen können“, sagt Schmelzle.

Mehrbelastung für Familie bei 70 Euro im Jahr


Für einen durchschnittlichen Singlehaushalt in Osnabrück mit einem Verbrauch von rund 50 Kubikmetern im Jahr bedeutet die Erhöhung eine jährliche Mehrbelastung von rund 40 Euro. Eine vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von etwa 150 Kubikmetern wird mit Mehrkosten von circa 70 Euro im Jahr belastet.

Was kann man mit 1.000 Litern Wasser machen?


Mit einem Kubikmeter Wasser – also 1.000 Litern - können beispielsweise 22 Waschmaschinen-Waschgänge gestartet oder 5.555 Tassen Kaffee gekocht werden. Pasta-Liebhaber können sich 200 Portionen Nudeln kochen. Außerdem deckt ein Kubikmeter Wasser für neun Tage lang den durchschnittlichen Wasserbedarf einer Person. 

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