Viessmann Wärmepumpe an einem Haus

Funktionsweise, verschiedene Arten & FAQ

Informationen rund um Wärmepumpen


Sie sind auf der Suche nach einer kosteneffizienten und nachhaltigen Heizlösung? Erfahren Sie hier mehr über die Vorteile und Möglichkeiten der Wärmepumpentechnologie. 

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Wie funktionieren Wärmepumpen?


Wärmepumpen arbeiten nach dem gleichen physikalischen Grundprinzip wie Kühlschränke, jedoch mit umgekehrtem Nutzen: Während ein Kühlschrank seinem Innenraum Wärme entzieht und diese an die Umgebung abgibt, entzieht die Wärmepumpe der Umwelt Wärme und nutzt sie zur Beheizung eines Gebäudes.

Eine Wärmepumpe gewinnt thermische Energie beispielsweise aus der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser. Diese Umweltwärme wird mithilfe von elektrischer Antriebsenergie auf ein nutzbares Temperaturniveau angehoben und anschließend an das Heizsystem oder die Warmwasserbereitung abgegeben.

Die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe hängt maßgeblich von der Temperaturdifferenz zwischen der Wärmequelle (z. B. Luft, Erdreich oder Wasser) und der erforderlichen Vorlauftemperatur des Heizsystems ab. Je geringer diese Differenz ist, desto effizienter arbeitet die Anlage.
Besonders hohe Effizienz wird in Kombination mit Niedertemperatur-Heizsystemen wie Fußbodenheizungen erreicht, da diese mit vergleichsweise niedrigen Vorlauftemperaturen auskommen. Eine sorgfältige Planung und Abstimmung aller Komponenten ist daher entscheidend für die optimale Funktion und Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage.





Allgemeine Vorteile von Wärmepumpenlösungen


  • Wärmepumpen nutzen überwiegend die in der Umwelt (Luft, Erdreich, Wasser) vorhandene, erneuerbare Wärmeenergie.
  • Im Betrieb vor Ort entstehen keine direkten CO₂- oder Schadstoffemissionen, da keine Verbrennung stattfindet.


  • Eine effizient ausgelegte Wärmepumpe kann mit einem vergleichsweise geringen Anteil elektrischer Antriebsenergie einen deutlich höheren Anteil an nutzbarer Wärme erzeugen. Typische Jahresarbeitszahlen (JAZ) liegen – je nach System und Randbedingungen – häufig zwischen etwa 3 und 5. Das bedeutet, dass aus 1 kWh Strom etwa 3–5 kWh Wärme bereitgestellt werden.
  • In Kombination mit einer Photovoltaikanlage kann ein Teil des benötigten Stroms für die Wärmepumpe selbst erzeugt und genutzt werden, was die Betriebskosten und CO₂-Emissionen weiter reduziert. 
  • Wärmepumpen werden im Rahmen staatlicher Förderprogramme finanziell unterstützt.








Wärmepumpen-Arten

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Außenluft als Wärmequelle

Luft-Wasser-Wärmepumpe
Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Grundwasser als Wärmequelle

Wasser-Wasser-Wärmepumpe
Wärmepumpe mit Endsondenanlage

Erdwärme als Wärmequelle 

Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonden
Wärmepumpe mit Erdkollektorenanlage

Erdwärme als Wärmequelle 

Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdkollektoren

Vor- und Nachteile der einzelnen Wärmepumpen-Formen

  • Luft-Wasser-Wärmepumpen zeichnen sich durch vergleichsweise niedrige Anschaffungskosten und eine einfache Installation aus, da keine aufwendige Erschließung von Wärmequellen erforderlich ist. Sie nutzen die Außenluft als Wärmequelle. Allerdings nimmt die Effizienz (Arbeitszahl bzw. COP) mit sinkender Außentemperatur ab, da dann größere Temperaturunterschiede überwunden werden müssen. 
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpen nutzen Grundwasser als Wärmequelle, das ganzjährig relativ konstante Temperaturen aufweist. Dadurch erreichen sie sehr hohe Wirkungsgrade und zählen zu den effizientesten Wärmepumpensystemen. Demgegenüber stehen ein höherer Planungs- und Genehmigungsaufwand sowie zusätzliche Investitionskosten für Förder- und Schluckbrunnen. Zudem ist die Nutzung von der Verfügbarkeit und Qualität des Grundwassers abhängig.

  • Sole-Wasser-Wärmepumpen erfordern im Vergleich höhere Investitionen, insbesondere für die Erschließung der Wärmequelle durch Erdsonden (Tiefenbohrungen) oder Erdkollektoren (Flächenanlagen). Diese Systeme profitieren jedoch von relativ konstanten Temperaturen im Erdreich über das ganze Jahr hinweg. Dadurch können sie auch bei niedrigen Außentemperaturen mit hoher Effizienz betrieben werden und erzielen in der Regel bessere Jahresarbeitszahlen als Luft-Wasser-Wärmepumpen.



Jetzt entdecken:

Wärmepumpen-Artikel im Stadtwerke-Blog: Welche Wärmepumpen-Art eignet sich für mich?



Niedrige Vorlauftemperaturen - der Schlüssel zur effizienten Wärmepumpe

  • Je niedriger die erforderliche Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe.
  • Niedertemperatur-Heizsysteme wie Fußbodenheizungen sind besonders geeignet.
  • Gegebenenfalls sollten vorhandene Heizflächen (z. B. Heizkörper) vergrößert oder optimiert werden.
  • Die Warmwassertemperatur sollte bedarfsgerecht eingestellt werden (typisch: ca. 50–55 °C, unter Berücksichtigung hygienischer Anforderungen).
  • Ein hydraulischer Abgleich sorgt für die richtige Verteilung des Heizwassers im System. Vorteil: geringere Vorlauftemperaturen und reduzierte Pumpenleistung.
  • Wärmeverluste im Gebäude und im Heizsystem (z. B. durch ungedämmte Leitungen) sollten möglichst reduziert werden.
  • Höhere Vorlauftemperaturen (z. B. über 60 °C) sind technisch möglich, führen jedoch zu einer deutlich geringeren Effizienz der Wärmepumpe.


Wärmepumpenbetrieb mit Photovoltaikanlagen 

  • Photovoltaikanlagen können einen Teil des Strombedarfs der Wärmepumpe sinnvoll decken und so die Betriebskosten reduzieren. 
  • Da ein Großteil der Solarstromerzeugung in den sonnenreichen Monaten erfolgt, während der Heizbedarf überwiegend im Winter besteht, sollte der Anteil des direkt nutzbaren Solarstroms realistisch eingeschätzt werden.

  • In der Praxis liegt der direkt nutzbare Anteil des Solarstroms am Stromverbrauch der Wärmepumpe häufig bei etwa 15 bis 30 % – abhängig von Anlagengröße, Nutzung und Speicherlösungen.
  • Durch den Einsatz von Stromspeichern oder intelligenter Steuerung (z. B. Lastverschiebung) kann der Eigenverbrauch des Solarstroms zusätzlich erhöht werden.



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FAQ rund um unser Wärmepumpen-Angebot

Aktuell ist der Umstieg auf eine Wärmepumpe besonders attraktiv: Die Technologie ist effizienter und preiswerter als je zuvor und staatliche Fördermittel decken bis zu 70 % der Kosten. Zudem trägt eine Wärmepumpe zur Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern bei und reduziert CO₂-Emissionen – ein Gewinn sowohl für die Umwelt als auch für Ihre Energiekosten.





Die Dauer der Installation hängt von den individuellen Gegebenheiten vor Ort ab. In der Regel ist die Installation jedoch innerhalb von wenigen Tagen abgeschlossen.


Eine Wärmepumpe hat typischerweise eine Lebensdauert von 15 bis 20 Jahren, manchmal sogar länger, wenn sie regelmäßig gewartet wird.


Wärmepumpen arbeiten am effizientesten mit Flächenheizungen wie Fußboden- oder Wandheizungen, da diese bei niedrigeren Temperaturen betrieben werden. Dennoch ist es auch möglich, Wärmepumpen mit herkömmlichen Heizkörpern zu kombinieren, insbesondere wenn diese für Niedertemperaturbetrieb ausgelegt sind oder durch größere Modelle ersetzt werden. Die Dimensionierung des Systems spielt hierbei eine entscheidende Rolle.


Wärmepumpen eignen sich für nahezu alle, die ihre Heizkosten langfristig senken und auf eine nachhaltige, umweltfreundliche Technologie umsteigen möchten. Sie sind sowohl für Neubauten als auch für Altbauten geeignet, insbesondere dann, wenn das Gebäude gut isoliert ist oder Modernisierungen geplant sind. Studien haben gezeigt, dass Wärmepumpen selbst in älteren Gebäuden CO₂-Einsparungen und eine verbesserte Energieeffizienz erzielen können.




Moderne Wärmepumpen sind so konzipiert, dass sie auch bei extremen Minustemperaturen effizient arbeiten können. Allerdings nimmt die Effizienz bei sehr niedrigen Temperaturen ab, was bedeutet, dass die Wärmepumpe mehr Strom benötigt, um die gewünschte Heizleistung zu erzielen.

An besonders kalten Tagen schaltet sich bei den meisten Wärmepumpen daher ein integrierter Elektroheizstab ein. Dieser wird aktiviert, wenn die Wärmepumpe den Pufferspeicher nicht mehr ausreichend mit Wärme versorgen kann. Allerdings gibt es auch Wärmepumpen, die dank fortschrittlicher Kompressor-Technologien ohne den Einsatz eines Elektroheizstabs auskommen.


FAQ Stromverbrauch und Stromtarife

Grundsätzlich können Sie Ihren bestehenden Tarif beibehalten. Die Reduzierung der Netzentgelte gemäß § 14a EnWG wird für alle Module und in allen Tarifen weitergegeben. Hinweis: Wenn Sie einen Wärmepumpen-Tarif wünschen, ist hierfür ein separater Zähler bzw. eine separate Messung erforderlich.


Bei einer gemeinsamen Messung wird der gesamte Stromverbrauch des Haushalts – einschließlich des Verbrauchs der Wärmepumpe und aller anderen Geräte – über einen einzigen Stromzähler erfasst. In diesem Fall gilt ein einheitlicher Stromtarif für den gesamten Verbrauch.

Bei einer getrennten Messung hingegen werden die Verbräuche der Wärmepumpe und des restlichen Haushalts separat erfasst. Hierfür ist ein zusätzlicher Zähler erforderlich, der ausschließlich den Stromverbrauch der Wärmepumpe misst.

Ja, bei einer getrennten Messung haben Sie die Möglichkeit, für den Haushaltsstrom und den Wärmepumpenstrom verschiedene Stromanbieter zu wählen.


Nein, der Stromverbrauch einer Wärmepumpe variiert je nach Haushalt. Faktoren wie die Größe des Gebäudes, die Dämmqualität, der Standort und das Heizverhalten der Bewohner beeinflussen den Energieverbrauch. Daher fällt der Verbrauch in jedem Haushalt unterschiedlich aus.


Um den Stromverbrauch der Wärmepumpe zu optimieren, empfiehlt es sich, die Raumtemperatur moderat einzustellen, regelmäßige Wartungen durchzuführen und Leerlaufzeiten der Wärmepumpe zu vermeiden. Eine gut isolierte Gebäudehülle steigert ebenfalls die Effizienz und trägt zur Kostenreduktion bei.


FAQ zu Kosten und Finanzierung

Die Kosten für die Installation einer Wärmepumpe variieren je nach ihrer Größe und Leistung sowie den Gegebenheiten des Hauses. Wenn Sie unsere Online-Klickstrecke durchlaufen, erhalten Sie eine erste Preisindikation basierend auf Ihren Angaben. Da jede Wärmepumpe individuell an die Wünsche des Kunden und die örtlichen Bedingungen angepasst wird, erstellt ein qualifizierter Handwerksbetrieb aus unserem Partnernetzwerk nach einem Vor-Ort-Termin ein verbindliches, maßgeschneidertes Angebot.


Ja, es sind bis zu 70 % staatliche Förderungen für die Installation von Wärmepumpen möglich:

  • 30 % Basisförderung
  • 20 % Klimageschwindigkeitsbonus
  • 30 % Einkommensbonus
  • 5 % Effizienzbonus

Diese Boni können bis zu einer maximalen Förderquote von 70 % kombiniert werden und gelten auf förderfähige Ausgaben bis 30.000 €. Weitere Informationen zu den Förderbedingungen finden Sie auf der KfW-Website.

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