Irankrise
Fragen und Antworten zu Ihrer Energieversorgung
Die Irankrise sorgt für viel Unsicherheit auf den Energiemärkten - und für viele offene Fragen, sicherlich auch bei Ihnen. Unser Vorstandsvorsitzender Daniel Waschow ordnet die Situation für unsere Energiekundinnen und -kunden ein.
Außerdem haben wir die meistgestellten Fragen für Sie auf dieser Seite beantwortet.
Auswirkungen der Iran-Krise und der aktuellen Energiepreisentwicklung auf Strom- und Gaspreise
Nein. Nach aktueller Einschätzung ist die Versorgungssicherheit in Deutschland weiterhin gewährleistet. Deutschland bezieht den Großteil seines Erdgases aus Norwegen sowie über LNG-Importe aus verschiedenen Ländern. Zusätzlich tragen gut gefüllte Gasspeicher und heimische Förderanteile zur Stabilität bei. Auch die Kundinnen und Kunden der Stadtwerke Osnabrück sind sicher versorgt.
Die Straße von Hormus ist eine zentrale Transitroute für Öl und Flüssigerdgas (LNG) im weltweiten Energiehandel. Für Deutschland hat eine mögliche Einschränkung kaum direkte Auswirkungen auf die physische Versorgung, da nur ein geringer Teil des hier verbrauchten Gases unmittelbar aus der Golfregion stammt.
Allerdings wirken sich Störungen in dieser Region indirekt über die Weltmärkte aus: Fehlen LNG-Mengen auf dem globalen Markt, steigen die Großhandelspreise – auch in Europa.
Die aktuellen Preisbewegungen sind vor allem Ausdruck erhöhter Unsicherheit und geopolitischer Risikobewertungen an den Energiemärkten. Es handelt sich derzeit nicht um eine akute Knappheit, sondern um starke Reaktionen der Märkte auf mögliche Eskalationsszenarien im Nahen Osten.
Nein. Kurzfristige Preissprünge an den Großhandelsmärkten schlagen nicht unmittelbar auf Endkundenpreise durch. Die Stadtwerke Osnabrück beschaffen Strom und Gas monate- bis jahrelang im Voraus, verteilt über mehrere Beschaffungszeitpunkte am Terminmarkt. Diese vorausschauende Strategie sorgt dafür, dass kurzfristige Marktschwankungen abgefedert werden.
Fragen und Antworten zu auslaufenden Fix-Verträgen (zum 30. Juni 2026)
Ihr derzeitiger Vertrag wurde zu einem Zeitpunkt abgeschlossen,
- als die Beschaffungspreise an den Energiemärkten niedriger waren und
- die Netzentgelte und der CO₂-Preis unter dem heutigen Niveau lagen.
Bei Neuverträgen müssen aktuelle Kostenentwicklungen berücksichtigt werden. Dazu zählen insbesondere:
- höhere Beschaffungspreise an den Terminmärkten im Vergleich zum Abschlusszeitpunkt Ihres bisherigen Vertrags
- gestiegene Netzentgelte, die regional unterschiedlich, aber insgesamt höher als vor zwei Jahren ausfallen
- weiterhin relevante staatlich regulierte Preisbestandteile wie Steuern, Abgaben und Umlagen
Diese Faktoren machen eine Preisfortschreibung auf dem bisherigen Niveau leider nicht möglich.
Der Endkundenpreis besteht weiterhin aus drei zentralen Komponenten:
- Beschaffungskosten (rund die Hälfte des Preises)
- Netzentgelte für Transport und Verteilung
- Steuern, Abgaben und Umlagen, die gesetzlich vorgegeben sind
Veränderungen in diesen Bestandteilen – insbesondere bei Beschaffung und Netzentgelten – wirken sich direkt auf neue Vertragskonditionen aus.
Häufig ja. Gaskraftwerke bestimmen zu rund 50 % den Preis an der Strombörse. Steigende Gaspreise können daher auch den Strompreis beeinflussen. Weitere Einflussfaktoren sind u.a. der CO₂-Preis und der Anteil erneuerbarer Energien.
Ja. Fix- und Laufzeittarife bieten auch künftig ein hohes Maß an Planungssicherheit. Der vereinbarte Preis bleibt über die Vertragslaufzeit stabil – unabhängig davon, wie sich die Energiemärkte zwischenzeitlich entwickeln.
- Ihre bisher günstigen Konditionen laufen zum 30.06.2026 aus.
- Neue Verträge werden teurer, spiegeln aber die aktuellen Markt und Kostenbedingungen wider.
- Die Stadtwerke Osnabrück verfolgen weiterhin eine risikoarme, verlässliche Beschaffungsstrategie mit dem Ziel, stabile und faire Preise für ihre Kundinnen und Kunden zu ermöglichen.